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Grundwasserleiter

Grundwasserleiter

Wie kommt Grundwasser im Untergrund vor?
Das Grundwasser im Boden ist im sogenannten Grundwasserleiter gespeichert. Grundwasserleiter bestehen im norddeutschen Raum zumeist aus sandigem oder kiesigem Material, welches ideal geeignet ist um Grundwasser aufzunehmen. Der Porenraum, also die Hohlräume zwischen den Sand- und Kieskörnern, ist mit Porenwasser gefüllt. Je zusammenhängender der Porenraum ist, desto besser kann das Wasser darin fließen. Die Fließgeschwindigkeit ist stark abhängig von der Größe der Poren – je kleiner der Porenraum, desto langsamer die Fließgeschwindigkeit und umgekehrt. Bei einem sandig/kiesigem Boden beträgt die Geschwindigkeit zum Beispiel etwa 10 Meter pro Tag. In größeren Tiefen sowie in feinerem Material kann die Geschwindigkeit bis auf wenige mm pro Jahr sinken. Porengrundwasserleiter weisen vor allem natürliche Filtereigenschaften auf, die dazu beitragen, dass das natürliche Grundwasser ein so reines Lebensmittel ist.

In welcher Tiefe kommt Grundwasser vor?
Grundwasser wird im norddeutschen Raum je nach Untergrundbeschaffenheit meist in einer Tiefe zwischen 20 und 100 m unter Gelände gefördert. An manchen Orten, wie z.B. der Rotenburger Rinne, befindet sich das Grundwasser sogar in mehreren hundert Metern Tiefe. Dieses sogenannte Förderstockwerk unterscheidet sich vom oberflächennahen Grundwasserleiter. Aus dem oberflächennahen Grundwasserleiter wird kein Grundwasser zur Aufbereitung von Trinkwasser gefördert. Diese wenige Meter mächtige Schicht dient lediglich den Pflanzen als Wasserreservoir. Im privaten Bereich kommen meist noch Gartenbrunnen mit wenigen Metern Tiefe hinzu, die zur Bewässerung genutzt werden.

 


Bildnachweis: Aldeca Productions/AdobeStock

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