OOWV investiert 109 Millionen Euro in die Wasserversorgung

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) plant auch im Jahr 2026 eine Investition von insgesamt 109 Millionen Euro in den Bereich Wasserversorgung. Diese Entscheidung wurde in der jüngsten Sitzung der Verbandsversammlung in Wardenburg (Landkreis Oldenburg) getroffen. Das sind 10 Millionen Euro mehr als im Jahr 2025 – ein deutliches Zeichen dafür, wie wichtig vorausschauende und nachhaltige Investitionen in die Wasserversorgung sind.
Warum sind diese Investitionen notwendig?
„Die Sicherstellung einer verlässlichen Wasserversorgung erfordert kontinuierliche, zukunftsorientierte Maßnahmen“, erklärt Sven Ambrosy, Verbandsvorsteher des OOWV. Ein Teil der bestehenden Infrastruktur ist mittlerweile in die Jahre gekommen und benötigt umfassende Modernisierungen und Erneuerungen, damit sie auch weiterhin zuverlässig funktioniert. Hinzu kommt, dass das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum in vielen Teilen unseres Verbandsgebiets den Wasserbedarf ansteigen lässt.
Klimawandel und steigende Anforderungen
Die Auswirkungen des Klimawandels sind zunehmend spürbar. Trockenperioden und veränderte Niederschlagsmuster stellen uns vor neue Herausforderungen. „Wir müssen auch auf diese Entwicklungen vorbereitet sein, um die Wasserversorgung auch in Zukunft sicherzustellen“, betont Karsten Specht, Geschäftsführer des OOWV. Ein konkretes Beispiel für die Maßnahmen, die wir ergreifen, ist der Neubau des Speicherpumpwerks in Kneheim (Landkreis Cloppenburg). Ein weiteres wichtiges Projekt ist der Bau einer rund 40 Kilometer langen Wassertransportleitung von Sandelermöns nach Diekmannshausen im Landkreis Wesermarsch.
Aber nicht nur der Klimawandel stellt uns vor Herausforderungen. Auch die Anforderungen an die Wasserwirtschaft steigen. Um die Ressource Grundwasser zu schonen, entwickeln wir Brauchwasserkonzepte, bei denen industrielle Unternehmen auf aufbereitetes Abwasser aus Kläranlagen zurückgreifen können, anstatt Trinkwasser zu verwenden. In den kommenden Monaten entstehen dazu in Brake und Nordenham zwei Brauchwasserwerke, die zur Entlastung der natürlichen Wasserquellen beitragen.
Preisanpassung ab Januar 2026
Trotz der umfassenden Maßnahmen und Investitionen hat der OOWV die Wasserpreise zum 1. Januar 2026 angepasst. Der Preis für 1.000 Liter Trinkwasser liegt nun bei 1,70 Euro inklusive Mehrwertsteuer, was eine Erhöhung von 14 Cent pro Kubikmeter bedeutet. Für einen Haushalt mit einem durchschnittlichen Verbrauch von etwa 125 Litern pro Tag (rund 46 Kubikmeter pro Jahr) ergibt sich dadurch eine zusätzliche Jahresbelastung von etwa 6,44 Euro. Der monatliche Grundpreis wurde ebenfalls leicht angehoben – er steigt von 8,49 Euro auf 8,66 Euro inklusive Mehrwertsteuer, was eine Mehrbelastung von 2,04 Euro pro Jahr für einen Haushalt bedeutet.
Nachhaltigkeit für die Zukunft
Die 109 Millionen Euro an Investitionen, die wir 2026 in die Wasserversorgung stecken, sind notwendig, um die Zukunftsfähigkeit und Verlässlichkeit unserer Infrastruktur zu gewährleisten. „Wir haben die Herausforderungen frühzeitig erkannt und gehen sie konsequent an“, so Sven Ambrosy. Die Preisanpassung ist ein weiterer Schritt, um die Qualität und Versorgungssicherheit langfristig aufrechtzuerhalten.
Wir bleiben dran, investieren in die Zukunft und sorgen so dafür, dass die Wasserversorgung in unserer Region auch in den kommenden Jahren verlässlich und nachhaltig bleibt. Bleiben Sie informiert und erfahren Sie mehr über die geplanten Projekte und Maßnahmen auf unseren Kanälen!

