Trinkflasche unterwegs auffüllen: Refill statt Einweg-Plastikflaschen
Leitungswasser trinken und dabei aktiv Umwelt und Geldbeutel schonen – das ist die Vision von a tip: tap e.V. Mit der Refill-Deutschland Initiative und regionalen Refill-Gruppen ermöglichen sie es, unterwegs überall unkompliziert die eigene Trinkflasche aufzufüllen. Immer mehr Menschen und Orte beteiligen sich, sodass das Netzwerk stetig wächst. Schon jetzt gibt es bundesweit tausende Refill-Stationen, die einfach erkennbar und leicht auffindbar sind. Ziel ist es, den Zugang zu kostenlosem Trinkwasser flächendeckend selbstverständlich zu machen und damit Plastikmüll nachhaltig zu reduzieren. Wir haben mit ihnen über ihre Motivation, ihre Ziele und natürlich über Wasser gesprochen.


An diesen Aufklebern kann jeder die Refill-Stationen erkennen. (Foto: a tip: tap)
Moin! Erzählt mal etwas über euch: wer seid ihr und was genau macht ihr?
Wir sind a tip: tap e.V. und wir setzen uns für die Wertschätzung von Leitungswasser ein, um Plastikmüll, CO₂ und Geld zu sparen. Wir träumen von einer Zukunft mit deutlich weniger Einweg-Plastikflaschen und davon, dass kostenloses Trinkwasser unterwegs selbstverständlich und überall leicht zugänglich ist. Dafür setzen wir verschiedene Projekte um und koordinieren seit Sommer 2023 auch die Refill-Deutschland Initiative. Dabei können sich Orte mit klaren Öffnungszeiten dafür entscheiden, eine Refill-Station zu werden und Menschen die Möglichkeit geben, ihre Trinkflasche kostenlos wieder aufzufüllen.
Erkennbar sind Refill-Stationen am Refill-Sticker an der Tür oder am Schaufenster, aber auch zu finden auf der “Karte von morgen”.
Warum ist das Projekt "Nächste Station, Refill Station" wichtig?
Die Refill-Initiative lebt von einer starken Community und um das Netzwerk bundesweit weiter auszubauen, brauchen wir engagierte Menschen vor Ort und die Unterstützung von sogenannten Refill-Gruppen. Dieses Netzwerk konnten wir in unserem Projekt “Nächste Station, Refill Station”, das von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördert wurde, mit 10 Refill-Pilotgruppen aufbauen und gemeinsam lernen, was alles nötig ist, um ein starkes und gut funktionierendes Netzwerk aufzubauen. Refill-Gruppen setzen sich lokal dafür ein, neue Refill-Stationen zu gewinnen, den Kontakt zu bestehenden Stationen zu pflegen und Refill direkt vor Ort bekannter zu machen. Sie sind essenziell dafür, dass das Netzwerk wächst und immer mehr Menschen unterwegs kostenlos Wasser nachfüllen können.
Wer profitiert davon?
Von Refill können alle profitieren, denn alles, was es dafür braucht, ist die eigene Trinkflasche dabei zu haben. Wir möchten, dass sich niemand unterwegs fragen muss: „Halte ich den Durst noch etwas aus oder gebe ich viel Geld für Flaschenwasser aus?”.
Außerdem freut sich unsere Umwelt, denn jährlich werden in Deutschland rund 8 Milliarden Einwegflaschen für Wasser verbraucht. Wir haben in Deutschland so eine hohe Qualität an Leitungswasser, dass das einfach nicht nötig ist. Die Betreibenden von Refill-Stationen sind alle aus Überzeugung dabei und vielleicht entdeckt man so auch neue Orte und Begegnungen, die man ohne Refill nicht entdeckt hätte.
Was habt ihr bisher erreicht?
Bundesweit gibt es aktuell rund 8000 Refill-Stationen und im letzten Jahr konnten wir unser Netzwerk mit 10 Refill-Pilotgruppen weiter ausbauen. Gemeinsam haben wir Online-Treffen organisiert und uns auch bei einem Präsenztreffen persönlich kennengelernt. Es ist total schön zu sehen, wie eine kleine, engagierte Refill-Community entsteht, die sich gegenseitig unterstützt und gemeinsam für ein großes Ziel einsetzt.
Außerdem haben wir seit letztem Jahr auch einen TikTok-Kanal nur für die Refill-Deutschland Initiative, über den wir schon viele neue Menschen erreichen konnten, die das Konzept in Zukunft hoffentlich nutzen.
Was ist euer Ziel und eure Vision für die Zukunft?
Wir wünschen uns, dass das Refill-Netz irgendwann so gut ausgebaut ist, dass man es nie weit zur nächsten Refill-Stationen hat. Wir müssen aber auch das Bewusstsein dafür stärken, dass es ganz selbstverständlich ist, die eigene Trinkflasche dabei zu haben.
Bis 2027 möchten wir das Netzwerk auf 10.000 Refill-Stationen ausbauen und mit 30 lokalen Refill-Gruppen zusammenarbeiten, die sich für Ort für die Initiative engagieren.
Und natürlich wird Leitungswasser dann Getränk Nummer 1! ;)


Juli Reinecke freut sich über den ersten Geburtstag von Refill Berlin. (Foto: a tip: tap)
Sie möchten mehr über a tip: tap erfahren? Dann schauen Sie doch einfach mal auf der Webseite des Vereins vorbei.
Auch wir von einfach Heimat sind Teil des Projekts und haben in unserer Region mittlerweile über 300 Trinkwasserstationen – darunter Refill-Stationen, Trinkbrunnen und öffentliche Trinkwasserspender. Neben der „Karte von morgen“ finden Sie alle Stationen auch komfortabel bei uns. So wird das Auffüllen Ihrer Flasche unterwegs noch unkomplizierter.




