Ausflugstipp: Rundwanderweg Dötlinger Huntepadd

Manchmal sind es genau die Wege direkt vor unserer Haustür, die uns am meisten überraschen. Der Huntepadd in Dötlingen gehört in jedem Fall dazu. Nicht spektakulär im klassischen Sinne, aber genau deshalb so besonders.
Ein wunderschöner Rundwanderweg durch eine Landschaft, die sich ständig verändert: mal offene Wiesen, mal dichter Buchenwald, dann wieder Heidelandschaft. Und mittendrin die ruhig dahin fließende Hunte.
Was macht den Huntepadd so besonders?
Der Dötlinger Huntepadd gilt als einer der schönsten Rundwanderwege in der Wildeshauser Geest und das völlig zu Recht. Auf rund 6 Kilometern verbindet er Natur und Geschichte und führt ganz nebenbei auch noch durch eines der schönsten Dörfer in der Region.
Start der Wanderung
Wir starten unsere Wanderung am Parkplatz Karkbäk in Dötlingen. Von dort aus kann man direkt in den Buchenwald eintauchen und bleibt wenig später staunend an den Steilhängen stehen, die einen wunderschönen Blick auf die sich weit unten schlängelnde Hunte erlauben. Hier lohnt es sich durchaus, ein paar Minuten auf einer Bank zu verweilen und den Blick zu genießen. Die Route ist gut ausgeschildert und zusätzlich mit den roten ‚Wilde Geest‘ Plaketten versehen. Sie werden sich also nicht verlaufen.
Durch die Glaner Heide
Weiter geht es durch Wald und Wiesen bis man das Naturschutzgebiet Glaner Heide erreicht. Gerade im Herbst zur Blütezeit ist diese Wegstrecke ein echtes Highlight. Dicht an dicht wächst hier das Heidekraut auf hügeligem, sandigen Untergrund, der sich so sehr von den zuvor durchwanderten Wäldern und Wiesen unterscheidet. Mein Tipp: verlassen Sie hier einmal den Hauptweg und machen einen kleinen Abstecher zur Glaner Braut, einem Großsteingrab mit beachtlichen Ausmaßen.
Zum Püttenhus: mit oder ohne Abkürzung?
Danach geht es weiter durch Feuchtwiesen an der Hunte entlang. Am ehemaligen Restaurant ‚Lopshof‘ kann man dann entweder den Huntepadd in einer etwa zwei Kilometer langen Schleife weiterlaufen oder die Runde etwas abkürzen und direkt zum Püttenhus gehen. Wer die längere Strecke wählt, besteigt den Gierenberg (33 Meter Höhe sind hier im Norden schon was!), von dem man einen wunderschönen Blick über das Huntetal hat, bevor es am Püttenhus vorbei in den historischen Ortskern Dötlingens geht.
Das Püttenhus ist ein ehemaliges Speichergebäude aus dem 19. Jahrhundert. Heute ist es im Besitz der Gemeinde Dötlingen und kann für Veranstaltungen gebucht werden. In dem wunderschönen Häuschen kann man sogar den Bund der Ehe schließen!
Das malerische Dötlingen ist Teil der ‚Künstlerkolonie Dötlingen‘, die um 1900 entstand. Es ist bekannt für seine urigen Fachwerkhäuser und bietet viele Kulturveranstaltungen. Besonders bekannt ist die ‚Dötlinger Gartenkultur‘, eine beliebte Veranstaltungsreihe, bei der drei Mal im Jahr private Gärten ihre Pforten öffnen und eine Mischung aus Gartenkunst, Kunsthandwerk und Musik zeigen. Besonders sehenswert im Ortskern sind die mittelalterliche St. Firminus Kirche, die 1000 jährige Dorfeiche und der imponsante Tabkenhof, das größte Niedersachsenhaus in Norddeutschland. Auch der alte Friedhof ist einen Abstecher wert. Vom Ortskern geht es dann entspannt zurück zum Parkplatz.
Und danach: Kaffee & Kuchen
Natürlich können Sie die Strecke auch andersherum laufen. Wir starten immer gern mit den Steilhängen und enden im Ortskern, weil da nach der Wanderung dann auch das verdiente Stück Kuchen auf einen wartet. Direkt gegenüber der alten Eiche befindet sich das Café Behr, das eine Auswahl an frischen Kuchen und schöne Außen-Sitzplätze anbietet. Wer jetzt so richtig Hunger bekommen hat: etwa 100 Meter weiter wartet der traditionelle Dötlinger Hof mit einer gut bestückten Speisekarte.
Für wen eignet sich diese Wanderung?
Die Wegstrecke ist auch für Familien mit Kindern gut zu bewältigen. Wenn Sie mit einem Kinderwagen unterwegs sind, sollte dieser allerdings recht geländegängig sein, da die Wege oft mit Wurzeln durchsetzt sind. Für eine Wanderung mit Hund(en) ist diese Route ebenfalls eine echte Empfehlung. Bitte beachten Sie aber, dass Hunde im Naturschutzgebiet dauerhaft angeleint sein müssen und eventuelle Hinterlassenschaften aufgesammelt werden sollten.
Vielleicht denken Sie bei Ihrer nächsten Ausflugsplanung einmal an den Dötlinger Huntepadd? Ich würde mich freuen!




