Ausflug zum Elsflether Sand: fast wie ein Tag am Meer

Ausflug zum Elsflether Sand: fast wie ein Tag am Meer
Sie suchen ein Ausflugsziel, bei dem Sie Sand unter den Füßen und Wellenrauschen im Ohr haben?
 
Dann sind Sie am Elsflether Sand an der richtigen Stelle. Hier treffen Sie auf ganz viel Ruhe, Natur und das eine oder andere große Schiff, das vorbeizieht.
 
Die Weserhalbinsel liegt dort, wo Hunte und Weser aufeinandertreffen. Zwischen Deich, Schilf, Sandstrand und vorbeiziehenden Schiffen entsteht eine Landschaft, die erstaunlich viel Küstengefühl vermittelt. Dazu kommt eine interessante Geschichte, eine besondere Tier- und Pflanzenwelt und mit dem Huntesperrwerk sogar ein spannendes Bauwerk direkt am Weg.
 
Der Elsflether Sand eignet sich für einen entspannten Spaziergang, einen Familienausflug, eine Fahrradtour von Oldenburg oder einfach für ein paar Stunden am Wasser.

Elsflether Sand: Was macht den Strand so besonders?

Der Elsflether Sand liegt zwischen Hunte und Weser und ist damit von Wasser geradezu umgeben. Wunderschön ist der weitläufige Sandstrand, der sich über einen längeren Abschnitt an der Weser erstreckt. Schilf und Strandvegetation lassen die Deichlandschaft im Hintergrund verschwinden und wer ein paar Schritte am Strand entlang läuft, hat schnell vergessen, dass er hier nicht am Meer steht.

Und dann sind da natürlich die Schiffe. Die Unterweser ist eine wichtige Wasserstraße. Während Sie am Strand sitzen, können Sie deshalb immer wieder große Frachter, Schlepper oder auch kleine Segelboote beobachten. Durch die Weite der Weser wirkt das Ganze fast ein bisschen wie ein Ausflug an die Küste. Nur eben ohne Nordsee.

Gerade diese Kombination aus Sandstrand, Flusslandschaft und Schiffsverkehr macht den Elsflether Sand zu einem spannenden Ausflugsziel in Niedersachsen. Übrigens war der Elsflether Sand ursprünglich eine Weserinsel, die erst 1979 durch Hochwasserschutzbauten zu einer Halbinsel wurde.

So erreichen Sie den Strand

Mit dem Auto fahren Sie über Ohrt und die Deichstraße in Richtung Elsflether Sand. Am Ende der Deichstraße befindet sich ein Parkplatz quasi direkt auf dem Deich. Von dort geht es etwa 1 km zu Fuß weiter in Richtung Weser und Strand. Der Weg führt Sie durch die typische Landschaft der Wesermarsch vorbei an Deichen und ziemlich vielen Schafen.

Wenn Sie mit dem Fahrrad kommen, können Sie den Elsflether Sand ebenfalls sehr schön erreichen. Der Hunte-Radweg verbindet Elsfleth mit Oldenburg und führt entlang der Hunte. Die Strecke von Elsfleth nach Oldenburg ist rund 30 Kilometer lang und gut ausgeschildert. Der Elsflether Sand lässt sich dabei hervorragend als Abstecher einbauen. Sie bekommen dabei sogar ein weiteres Highlight zu sehen: das Huntesperrwerk mit seiner Klappbrücke. Das Huntesperrwerk liegt am südlichen Ende des Elsflether Sands. Die Klappbrücke kann von Fußgängern und Radfahrern zwischen 7 und 20 Uhr einmal pro Stunde überquert werden. Die übrige Zeit bleibt sie geöffnet, um die Schifffahrt hindurchzulassen.

Elsflether Sand: Strandidylle mit Ausblick

Ein Besuch des Elsflether Sands ist zu jeder Jahreszeit etwas Besonderes und auf jeden Fall ein Ort, um die Seele baumeln zu lassen.
 
Im Frühjahr lohnt es sich, Beobachtungen in den ausgedehnten Vogelbrutgebieten zu machen, im Sommer bedeutet der Ausflug an die Weser eine willkommene Abkühlung mit ganz viel Urlaubs-Flair, Herbst und Winter pusten Ihnen frischen Wind um die Ohren und wenn man ganz viel Glück hat, kann man sogar knirschende Eisschollen beobachten.
 
Zu jeder Jahreszeit ein besonderer Ausblick: auf der gegenüberliegenden Weserseite befindet sich in Bremen-Farge der Denkort Bunker Valentin. Die riesige Ruine einer im Zweiten Weltkrieg errichteten U-Boot-Werft ist heute eine Gedenk- und Bildungsstätte. Im Übrigen auch ein Ort, der einen Ausflug wert ist.
 
Mein Tipp: bringen Sie ein Fernglas mit und beobachten Sie die Tierwelt und auch die vorbeiziehenden Schiffe im Detail.

Ausflug mit Kindern: Ideal zum Buddeln und Schiffe schauen

Auch für Familien hat der Elsflether Sand viel zu bieten: Der breite Sandstrand – je nach Tide mal breiter, mal etwas schmaler – lädt zum Buddeln und Sandburgenbauen ein. Und natürlich ist es spannend, die großen ‚Pötte‘ zu beobachten, die immer wieder vorbeiziehen.

Beim Baden ist allerdings Vorsicht geboten. Durch Ebbe und Flut und auch durch den Schiffsverkehr entstehen kräftige Strömungen.

Das Gleiche gilt, wenn Sie mit Hunden unterwegs sind. Achten Sie außerdem darauf, dass Vogelbrutplätze, Schilfbereiche und auch die Schafe auf den angrenzenden Deichen nicht von Ihrem Hund gestört oder aufgescheucht werden. Und natürlich sollten die Hinterlassenschaften wieder mitgenommen werden.

Für Müll und Hundekotbeutel sind an verschiedenen Stellen Abfalleimer vorhanden.

Wo kann man sich nach dem Strandbesuch stärken?

Nach der Wanderung, dem Strandtag oder der Radtour ist eine kleine Stärkung sehr willkommen.

Im Melkhus Harms am Huntorfer Damm gibt es viele regionale Milchspezialitäten, Kaffee und weitere kleine Leckereien. Von Kuchen über Milchreis bis Buttermilch und Quarkspeise wird viel geboten. Unter schattigen Bäumen gibt es zahlreiche Sitzplätze und an Wochenenden ist dort immer viel los. Informieren Sie sich am besten vorher online über die aktuellen Öffnungszeiten, die sich je nach Saison ändern können.

Wer es eher eilig hat, findet am Anfang der Deichstraße am Fahrrad- und Wanderrastplatz den Eis-Teo-Mat des Eiscafés Teo aus Bremerhaven. Dort kann man sich schnell eine leckere eiskalte Erfrischung aus dem Automaten ziehen, bevor es weitergeht.

 
Mein Fazit: Der Elsflether Sand ist genau das richtige Ziel für alle, die Wasser, Natur und ein bisschen Nordseefeeling mögen, ohne dafür bis an die Küste fahren zu müssen.
 
Ich hoffe, ich habe Ihnen jetzt ein wenig Lust auf einen Ausflug zum Elsflether Sand gemacht. Vielleicht sehen wir uns demnächst dort.
 
Cornelia  Geerken

Cornelia Geerken

im Nordwesten unterwegs...
So bin ich zum Schreiben gekommen: Das Schreiben fasziniert mich schon seit meiner Kindheit. Es war irgendwie nur natürlich, dass es auch in meine berufliche Tätigkeit mit einfliesst.
Das bedeutet Heimat für mich: In einen sicheren Hafen zurück zu kehren. Ein Gefühl, das ich mit den Menschen hier, mit der Weite und auch mit dem norddeutschen Wetter verbinde.
Mein Lieblingsort hier im Nordwesten: Oh, das ist echt schwierig! Aber Oldenburg, der Elsflether Sand und Greetsiel stehen auf jeden Fall an der Spitze dieser ziemlich langen Liste.
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