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Erfrischen und erholen am Wasser

Erfrischen und erholen am Wasser

Wasser ist so vielfältig: Wir können uns damit erfrischen, darin schwimmen, darauf fahren, untertauchen, uns treiben lassen, das Plätschern genießen oder den Wellen zuschauen! Was gibt es Schöneres, als sich unter freiem Himmel am Wasser aufzuhalten? „Einfach Heimat“ hat sich in der Region umgesehen – und diese vier besonderen Orte am Wasser genauer unter die Lupe genommen.

Dangast: Watt will man Meer?!
Kennen Sie das südlichste Nordseebad? Ab ins schöne Dangast im Landkreis Friesland! Der Kurort liegt auf einem Geestrücken am Jadebusen – und bietet Gästen und Bewohnern dadurch einen unverbauten, freien Blick auf die Nordsee. Gerade einmal um die 550 Einwohner zählt Dangast, dafür strömen jedes Jahr etliche Camper, Hotel- oder Tagesgäste in den kleinen Ort. Die meisten zieht es natürlich ans Meer: Ob Ebbe oder Flut, ob rauer Wind oder ruhige See – der feine Sandstrand hat eben seinen Reiz. Und das auch noch ohne Eintritt.


Blick vom Dangaster Deich über den Jadebusen nach Wilhelmshaven

Wer es ruhig mag, erholt sich im Strandkorb mit Blick aufs Watt oder baut Sandburgen im Schlick. Aktive spazieren oder radeln über die Schleuse bis zu den Deichschafen oder gönnen sich und den Füßen eine geführte Wattwanderung. Kleine Abenteurer erobern den Spielplatz oder das Spielschiff direkt neben dem Beach Club. Bootsfreunde kommen im kleinen Dangaster Hafen auf ihre Kosten – ebenso Feinschmecker, die vom Krabbenkutter einen frischen Fang für Zuhause mitnehmen. Auch für Kunstliebhaber gibt es einiges im einstigen Fischerörtchen zu bestaunen: Unter anderem das Franz-Radziwill-Haus und verschiedene Kunstwerke direkt am Wasser. Und die „Etta von Dangast“ bietet bei Flut Fahrten zu den Seehundbänken und zum Leuchtturm Arngast an.

Auch bei Schietwetter gibt es genügend Freizeitspaß: In der Wattn Sauna oder im Freizeitbad DanGastQuellbad mit Innen- und Außenbecken, langer Wasserrutsche und Dampfsauna – und das alles im Salzwasser. Wer nach so einem ereignisreichen Tag am Meer Kraft tanken möchte, sollte unbedingt den legendären Rhabarberkuchen im Kurhaus Dangast probieren!

Zwischenahner Meer: Dem Wels auf der Spur!
Wissen Sie, welches der drittgrößte See in Niedersachsen ist? Das Zwischenahner Meer im Landkreis Ammerland. Die „Perle des Ammerlandes“ zieht jedes Jahr zahlreiche Touristen und auch Einheimische aus der Region an. Der See ist an der tiefsten Stelle nur 5,50 Meter tief und bietet mit seiner 550 Hektar großen Seefläche viel Potenzial für Wassersportler. Hier sieht man Segelboote kreuzen, Surfer, Stand-Up-Paddler, Ruderer oder Elektroboote, die ihre Runden drehen. Für Schwimmer gibt es insgesamt vier Badestellen. Wer sich lieber einem erfahrenen Kapitän anvertrauen möchte, kann das bei einer Rundfahrt mit der „Weißen Flotte“ tun. Und wer den sagenumwobenen Riesenwels nicht im Zwischenahner Meer entdeckt, findet eine Bronzestatue davon auf dem Marktplatz im Hauptort.


Die weiße Flotte lädt zur Fahrt über den 5,5 ha großen Binnensee ein.

Auch vom Land aus ist das Zwischenahner Meer ein echter Genuss: Für eine Umrundung stehen gut ausgebaute und wunderschön idyllisch gelegene Fuß- und Radwege bereit, die nahezu direkt am Wasser entlang führen – und das auf einer Strecke von rund 12 Kilometern. Die Route verbindet Bad Zwischenahn mit Dreibergen und Rostrup. Im Kurort Bad Zwischenahn selbst gibt es neben vielen Freizeitmöglichkeiten auch etliche Cafés, Restaurants und Geschäfte, die jeden Sonntag geöffnet haben.


Thülsfelder Talsperre: Im Einklang mit der Natur
Sie wurde in den 20er-Jahren erbaut, um die Uferregion der Soeste vor Überschwemmungen zu schützen: die Thülsfelder Talsperre im Oldenburger Münsterland. Der Stausee liegt zwischen Cloppenburg und Friesoythe und grenzt an die Gemeinden Friesoythe, Garrel und Molbergen. Sie ist die einzige Talsperre im Nordwesten – und steht seit 1938 unter Naturschutz.

Der malerische See im Erholungsgebiet bietet viele Möglichkeiten zum Aktivsein und zur Entspannung. Es gibt zahlreiche Rad- und Wanderwege oder auch geführte Touren durch die schärenartige Seenlandschaft und das umliegende Naturschutzgebiet mit Kleinmooren, Wehsanddünen und blühender Heidelandschaft. Angler, Golfer und Kletterer kommen ebenso auf ihre Kosten wie Schwimmer, die an ausgewiesenen Stellen ins Wasser gehen dürfen. Zum Austoben für die jüngsten Besucher eignen sich der Tier- und Freizeitpark Thüle und der Molli-Bär Spielpark. Und wer etwas über die Geschichte lernen will, dem sei das Museumsdorf Cloppenburg empfohlen.

Woldsee: Grüne Baggersee-Oase an der Autobahn
Eine Reise in die „UsA“ ist für Wasserfans sehr zu empfehlen – denn „Unser schönes Ammerland“ hat einige schöne Plätze zu bieten. Wie zum Beispiel den malerischen Woldsee, der zwischen Bad Zwischenahn und Oldenburg liegt. Er entstand zu Beginn der 70er-Jahre, als Bagger reichlich Sand für den Bau der Autobahn 28 entnahmen. Deshalb ist er den Einheimischen auch als „Sandgrube Wehnen“ bekannt. Heute ist er ein beliebter Badeort – und nach wie vor ein Geheimtipp für Erholungs- und Ruhesuchende aus der Stadt. Kein Wunder: Jedes Jahr überzeugt er mit einer sehr guten Wasserqualität, die während der Freibadsaison regelmäßig überprüft wird.


Ein Paradies für große und kleine Wasserratten: Der Woldsee

Am 14 Hektar großen Woldsee lässt sich herrlich die Natur erleben, obwohl er direkt an der A 28 und der Bahnstrecke Oldenburg – Leer liegt. Die Böschung ist natürlich angelegt, rundherum wachsen Schilf, Büsche und Bäume. Seine tiefste Stelle misst stolze 13 Meter. Direkt am Eingang befindet sich ein breiter Sandstrand mit Nichtschwimmerbereich. In der Nähe des Badestrandes stehen Blockhütten, in denen die DLRG, ein Kiosk, sanitäre Anlagen und Umkleiden untergebracht sind. Somit ist an heißen Sommerwochenenden für Komfort und Sicherheit am Woldsee gleichermaßen gesorgt. Und wer den See gerne nackt erkunden möchte, hat hier in einem abgetrennten Bereich die Möglichkeit dazu.

Aber nicht nur Schwimmer und Sonnenanbeter kommen am Woldsee auf ihre Kosten: Wer einfach nur entspannt den Blick auf den See und in die Natur genießen möchte, findet zwischen den Bäumen ein schattiges und lauschiges Plätzchen. Wanderer und Spaziergänger können den See über einen Rundweg komplett umrunden. Hunde sind auf dem Gelände übrigens nicht erlaubt. Nördlich des Woldsees liegt ein zweiter Baggersee – dieser wird jedoch als privater Angelsee genutzt und ist nicht öffentlich zugänglich.


Titelbild "Picknickkorb": Ekaterina Pokrovsky/shutterstock.com
Bild "Dangaster Deich": gg-foto/shutterstock.com
Bild "Schiff auf Zwischenahner Meer": LaMiaFotografia/shutterstock.com
Bild "Woldsee": Kim Vredenberg-Fastje

Kim Vredenberg-Fastje

ein Heimatkind...
Kim liebt...: ...das Gefühl von Heimat und Meer - und sie hat praktisch beides direkt vor der Haustür.
Lieblingsgetränk: Neben Kaffee, nun ja: am liebsten Wasser. Stilles, weil sie sonst eher laut ist ;o)
Lieblingstemen?: Einfach alles, was mit Heimat zu tun hat. Es darf auch gerne me(e)r sein.
Bildnachweis/Portrait: privat