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Wasser: Schleppen oder Sprudeln?

Wasser: Schleppen oder Sprudeln?

Schleppst du noch oder sprudelst du schon?
Wie viel Wasser trinken wir Deutschen eigentlich? Laut Stiftung Warentest bechern wir aktuell um die 149 Liter pro Jahr weg – so viel wie noch nie! Kein Wunder: Schließlich ist Wasser gesund und versorgt unsere Haut und den Körper mit wichtigen Mineralstoffen. Greifen Sie eher zum Flaschenwasser oder zum Leitungswasser?

Woher kommt das Leitungswasser?

Na klar, aus der Leitung. Sobald Sie Zuhause den Hahn aufdrehen, fließt es. Möglich machen das die Wasserversorger mit ihren Wasser- und Pumpspeicherwerken und ein komplexes Rohrsystem, das Ihnen das Wasser quasi vom Grund direkt Zuhause ins Glas liefert. Ob zur Abkühlung im Sommer, als Getränk zwischendurch oder einfach, weil es schmeckt – erfrischendes Wasser ist ein echter Dauerbrenner bei uns. Nicht umsonst trägt es den Beinamen „Lebensmittel Nummer 1“. Und viele mögen es gerne frisch gezapft im trauten Heim. Gerne auch mal aufgesprudelt.

Woher kommt das Mineralwasser?
In Deutschland gibt es über 200 Mineralbrunnen, die Mineralwasser abfüllen und verkaufen. In diversen Supermärkten und Getränkemärkten haben wir die Qual der Wahl im Regal: Auf dem Markt sind derzeit etwa 500 verschiedene Wässerchen im Angebot – und viele buhlen mit Reinheit, Frische und Natürlichkeit auf dem Etikett um zahlende Kundschaft.

Welches Wässerchen ist billiger?
Raten Sie mal, wie viel ein Liter Leitungswasser kostet. Gerade mal einen halben Cent zahlen Sie pro Liter – übrigens inklusive Abwasserkosten. Wenn Sie es Zuhause selbst aufsprudeln, liegen Sie preislich ungefähr bei günstigem Mineralwasser – sparen aber die Transportwege. Und die Mineralwasserpreise? Sind im Gegensatz dazu dazu deutlich höher: Los geht es bei etwa 13 Cent für 1,5 Liter günstiges Flaschenwasser, für teurere Sorten zahlen Sie durchaus bis zu 1,50 Euro. Und nicht zu vergessen so genanntes „Edelmineralwasser“, das bis zu sagenhafte 120 Euro pro Liter (!) kosten kann.

Wie steht es um den Zeitfaktor?
Leitungswasser spart Zeit: Kein Flaschenschleppen vom Auto zur Wohnung und umgekehrt. Kein Leergut sammeln, zurückbringen und am Automaten anstehen. Wer auf Leitungswasser setzt, spart Zeit und Arbeit. Gerade in der heutigen stressigen Arbeits- und Freizeitwelt, in der wir alle Getriebene sind, ein nicht zu unterschätzender Punkt.

Und wie sieht der ökologische Nutzen aus?
Auch hier punktet das Leitungswasser. Denn es ist ökologisch sinnvoll: Wir benötigen keine überflüssige Verpackung, es entstehen keinerlei Transportkosten oder unnötige Wege zu Fuß mit dem Auto oder Fahrrad. Denn Leitungswasser kommt frei Haus aus dem Hahn zu uns, wir müssen uns nur bedienen. Es ist nahezu überall für jeden in jeder Region verfügbar – und damit klar die nachhaltigere Art des Wassertrinkens. Wer genau wissen will, wo sein Wasser herkommt und wie es sich zusammensetzt, kann in vielen Fällen das Wasserwerk in seiner Region besichtigen.

Wer hat geschmacklich die Nase vorn?
Freie Geschmackswahl beim Flaschenwasser: In Super- und Getränkemärkten haben Sie mittlerweile die Qual der Wahl. Zum Beispiel zwischen leise, laut, feinperlig, medium, mit Geschmacksaromen oder ohne. Wie unser Leitungswasser schmeckt, ist hingegen von Region zu Region unterschiedlich. Wer Lust auf Abwechslung hat, kann zwischendurch also auch mal ins Regal greifen - oder sich ganz einfach sein Leitungswasser mit Zitronenscheibe & Co. auf den Lieblingsgeschmack bringen.


Soll ich selber sprudeln oder sprudeln lassen?
Das kommt drauf an: Vielleicht finden Sie Ihr Lieblingswasser mit der perfekten Perlung im Handel. Wenn Sie aber den Kohlensäuregrad selbst bestimmen und je nach Tagesform oder Geschmack flexibel bleiben möchten, ist ein Wassersprudler für Zuhause die richtige Wahl. Übrigens: Glasflaschen halten die Kohlensäure länger, als PET-Flaschen. Und noch zwei Tipps für Selber-Sprudler: Achten Sie auf saubere Flaschen und verwenden Sie kühles Wasser, weil es mehr Kohlensäure aufnimmt.


Bonusfrage: Lohnt sich ein Leitungswasserspender?

Für viele Großraumbüros, Unternehmen, Pflegeeinrichtungen, Praxen, Kliniken oder Schulen lohnt sich die Anschaffung eines Leitungswasserspenders. Denn dieser ist kosteneffizient und ökologisch sinnvoll zugleich. Wer es "rundum sorglos" möchte, kann auch ein Mietmodell wählen – Wartung und Service inklusive. Immer mit dabei: Das gute Gewissen und der immer kleiner werdende ökologische Fußabdruck.

Bildnachweis:
Titelbild "Wasserglas": Lisa-S/shutterstock.com

Kim Vredenberg-Fastje

ein Heimatkind...
Kim liebt...: ...das Gefühl von Heimat und Meer - und sie hat praktisch beides direkt vor der Haustür.
Lieblingsgetränk: Neben Kaffee, nun ja: am liebsten Wasser. Stilles, weil sie sonst eher laut ist ;o)
Lieblingstemen?: Einfach alles, was mit Heimat zu tun hat. Es darf auch gerne me(e)r sein.
Bildnachweis/Portrait: privat